Die Saison beginnt nicht Ende Oktober 2020 sondern Ende Januar 2021

Landkreis. Die Handballregion Hannover-Weser-Leine hat den Saisonstart der Regionsspielklassen im Senioren- und Jugendbereich verschoben. Ursprünglich war der Start für den 30. Oktober und 1. November 2020 geplant. Jetzt soll die Saison am 23./24. Januar 2021 beginnen, gespielt wird dann eine Einfachrunde. Nur die A-Junioren und Spielklassen ab der Landesliga aufwärts sind nicht betroffen. Damit reagierte die HWL einerseits auf Rückmeldungen aus den Vereinen und die weiterhin steigenden Corona-Infektionszahlen.

Man habe somit eine andere Entscheidung getroffen als es der Handball-Verband Niedersachsen getan habe heißt in der Veröffentlichung des Beschlusses. Der HVN hatte den Beschluss gefasst, dass die Vereine ab einem Inzidenzwert von mehr als 35 Neuinfektionen pro 100000 Einwohner selbst über einen Spielantritt entscheiden sollten (Zum Bericht hier.


Marvin Konopka - Trainer MTV Großenheidorn III

„Es ist die absolut richtige Entscheidung, wir befinden uns mitten in einer Pandemie, das war zu erwarten“, sagte Marvin Konopka, Trainer des Regionsoberligisten MTV Großenheidorn III. Es sei zwar schade nach der langen Vorbereitung, aktuell gäbe es wichtigeres als Handball. „Klingt komisch, wenn ausgerechnet ich das sage“, so Konopka, der auf eine klare Linie seitens des HVN hofft.


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Giovanni Di Noto - Trainer VfL Stadthagen

„Ich kann es nicht nachvollziehen“, meint Giovanni Di Noto, Trainer des Regionsoberligisten VfL Stadthagen. Di Noto kritisiert die Verfahrensweise, zunächst den Beschluss des HVN, der die Verantwortung an die Vereine übergibt. Eine klare Linie findet sich dort nicht, jetzt rächt sich, dass die Oberliga unbedingt mit einer 15er Staffel spielen musste. „Sie haben im Vorfeld nicht überlegt was sie machen“, so Di Noto, „wenn es nur die unteren Ligen trifft verstehe ich das nicht. Schließlich spielen die höheren Ligen teilweise in den gleichen Hallen“.

„Wir begrüßen diese Entscheidung absolut“, erklärte der Teammanager des Oberligisten HV Barsinghausen, Julian Frädermann, für den Vorstand des Vereins. Insgeheim habe man darauf gehofft. „Chapeau an die Region, die sich dem Beschluss des HVN widersetzt“, sagte Frädermann.

Benno Augstein, Trainer des Regionsoberligisten MTV Auhagen, kann die Situation nicht einschätzen. „Ein Mannschaftssport in der Halle im Amateurbereich ist jedenfalls nicht ohne Risiko. Ich habe für eine Verschiebung Verständnis, weil die Gesundheit aller Beteiligten an erster Stelle steht. Das gilt auch für die Zuschauer, die ohnehin nur in begrenzter Zahl zusehen dürfen“. Eine Begrenzung der Zuschauerzahl von Gastvereinen wie es einige Vereine machten sei sicher nicht das richtige Signal.

Die Mitteilung der Handballregion Hannover-Weser-Leine

Liebe Handballfreunde!

Zahlreiche Vereine der HR HWL haben auf die Bitte vom Samstag reagiert und ihre Einschätzung zur Aufnahme des Spielbetriebs am 31.10./01.11. bei uns abgegeben. Wir können und wollen eure Rückmeldungen nicht ignorieren. Darin wurde von der großen Mehrheit appelliert, den Saisonstart zu verschieben. Diese Einschätzung deckt sich mit den Meinungen der Vorstandsmitglieder und der Regionsmitarbeiter, die sich ebenfalls geäußert haben.

Wir haben daher entschieden, den Spielbetrieb für unseren Verantwortungsbereich auf Grund der weiterhin steigenden Corona-Infektionszahlen nicht wie geplant am 31.10./01.11. aufzunehmen, sondern erst zum 23./24. Januar 2021 einzusteigen. Dieser Termin entspricht in den meistverwendeten 10er und 8er Schlüsseln dem Start in die Rückrunde. Vorgesehen ist also, ab dem 23./24. Januar eine Einfachrunde zu spielen (für geplante Dreifachrunden werden wir eine vernünftige Lösung finden). Zum Verantwortungsbereich der HR HWL gehören die Regionsspielklassen der Erwachsenen und der Jugend mit Ausnahme der A-Jugend. Für die A-Jugend und alle Spielklassen ab der Landesliga aufwärts gilt die hier getroffene Reregelung nicht. Technische Details werden in den kommenden Tagen erarbeitet und zum Wochenende mitgeteilt.

Wir treffen hiermit eine andere Entscheidung als das Präsidium des Handball-Verbands Niedersachsen es für ihren Verantwortungsbereich getan hat. Der Empfehlung des Präsidiums, dass die Regionen die dort getroffene Regelung übernehmen mögen, können wir leider nicht folgen. Wir tun dies in unserem Verantwortungsgefühl für die Handballerinnen und Handballer auf der Platte, an der Pfeife, als Trainer und in vielen anderen Funktionen, sowie in der uns übertragenen Verantwortung für unsere Sportart. Andere mögen das anders beurteilen, wir respektieren das, konnten für uns aber keine andere Entscheidung treffen.

Bleibt gesund !

Mit sportlichen Grüßen

Sven Petters

Vorsitzender

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