Großenheidorn liefert dem Tabellenführer großartigen Kampf

MTV Großenheidorn - HSG Krefeld 25:27 (11:11). Der Tabellenführer aus Krefeld bejubelte seinen Sieg bei der Schlusssirene ausgelassen, vor allem aber wohl erleichtert. Die Gastgeber hatten als Tabellenletzter im Duell David gegen Goliath weit mehr als Achtungspunkte erreicht, sie hatten dem Aufstiegsfavoriten mächtig zugesetzt. Allein MTV Torhüter Rene Schröpfer ragte da noch heraus, er wehrte allein drei Siebenmeter ab. Wenn doch bloß der Angriff effektiver wäre, so mag mancher Zuschauer nach Spielende gedacht haben. Zuviele vergebene Chancen kamen zusammen, so etwa beim 5:3 (12.) oder dem 6:5 (13.). Sechs Minuten lang fiel kein Tor, weder auf der einen noch auf der anderen Seite. In dieser Zeit verschoss der MTV einen Siebenmeter, einen Tempogegenstoß und weitere Chancen. Erst in der 19. Minute gelang Till Hermann das 7:5, bis zur Halbzeit lagen die Gastgeber immer in Führung, das 11:11 für Krefeld fiel zwei Sekunden vor der Sirene.

Dabei mussten die Seeprovinzler zwei Verluste einstecken: Jonathan Semisch schied verletzt aus, Maksym Byegal sah in der 29. Minute die rote Karte. Da Jan-Philipp Cohrs fehlte war jetzt guter Rat teuer. So standen in der zweiten Halbzeit mit Luca und Mika Ritter, Sven Bretz, Florian Degner und Maurice Nolte überwiegend Youngster auf der Platte. Mit Till Hermann, Björn Öttermann und Maik Bokeloh kamen drei erfahrene Spieler hinzu. Die meisten rechneten mit einem Einbruch der Gastgeber, doch der kam nicht. Die Seeprovinzler wehrten sich, kämpften und spielten als geschlossene Einheit. So brachte die Abwehr den Tabellenführer ein ums andere Mal in das Zeitspiel, im Angriff warfen sich Bokeloh und Maurice Nolte in die Abwehr der Gäste.

Die Schlussphase übertraf dann noch einmal alles. In der 55. Minute lagen die Gastgeber 19:24 hinten, Krefeld hatte zwei, drei vergebene Chancen der Seeprovinzler eiskalt bestraft. Doch die Gastgeber bäumten sich noch einmal mit aller Macht auf, öffneten die Abwehr und verkürzten auf 24:26 (59.). Die Wende gelang nicht, auch nicht der eigentlich verdiente Punktgewinn durch ein Remis. Aber nach der Schlusssirene wurden die Seeprovinzler mit stehenden Ovationen der Zuschauer belohnt, 357 waren gekommen und unterstützten die Mannschaft. Diese Leistung nährt die Hoffnung auf einen Sieg, wenn es in einer Woche wieder zu Hause gegen den Tabellenvierzehnten SG VTB/Altjührden geht. Dann wird die Halle vermutlich bis auf den letzten Platz gefüllt sein.


MTV Großenheidorn: Schröpfer, Pommer, Bretz 4, Semisch 1, Bokeloh 1, Otte, L. Ritter 1, Nolte 7, Degner, Öttermann 1, M. Ritter 1, Hermann 6, Byegal 3.


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