“WIR HABEN DAS SEHR GUT GELÖST“
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Afferde. Die richtige Taktik und ihre Einhaltung machten den Unterschied: Der Handball-Regionalligist HSG Schaumburg hat im Auswärtsspiel beim VfL Hameln mit dem 32:30 (14:15)Sieg erfolgreich Revanche für die 35:37-Hinspielniederlage genommen. „Wir haben das gut gelöst, eine gute Mannschaftsleistung“, urteilte HSG-Coach Timm Dietrich über das Spiel seiner Mannschaft. Einer nutzte seine Chance nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Paul Wehrmann, noch jüngerer A-Junioren-Jahrgang, erzielte neun Tore. „Er hat gezeigt, dass er in diese Mannschaft und diese Liga gehört“, lobte Dietrich den Nachwuchsspieler.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Der Hamelner Andreas Lüer, Ex-HSG, sah bereits in der 2. Spielminute die rote Karte. „Die Karte war absolut berechtigt“, meinte Dietrich. Es war durchaus kampfbetont, Hameln kassierte sieben, die HSG drei Zeitstrafen. Den Schiedsrichtern bescheinigte Dietrich eine souveräne und gute Leistung. In der ersten Halbzeit verlief die Partie eng, mit wechselnden Führungen. Aus ihrer 3:2:1-Deckung heraus gelang es der HSG immer wieder die Hamelner Angreifer zu doppeln. Nach dem Seitenwechsel geriet die HSG 16:18 (35.) in Rückstand, glich aus und führte selbst 21:19 (41.).
Dann reagierte die HSG auf die Hamelner Übergänge, wechselte jeweils bei solchen Angriffen auf eine 6:0-Deckung. Damit kam Hameln nicht klar, binnen weniger Minuten zog die HSG auf 25:20 (47.) weg. Wehrmann erzielte sieben seiner neun Tore in der zweiten Halbzeit. „Ich hatte das Gefühl, Hameln wollte die Abschlüsse von der linken Seite zulassen“, meinte Dietrich. Die HSG spielte die gesamte zweite Halbzeit mit dem siebten Feldspieler, kassierte keinen Treffer ins leere Tor. In den Schlussminuten schlichen sich dann Ungenauigkeiten ein, Hameln kam noch einmal heran, den Schlusspunkt zum 32:30-Auswärtssieg setzte Wehrmann eine Sekunde vor Spielende.
HSG Schaumburg: Wehrmann 9, Krenke 2, Bruns 6, Knüttel 5, Klamm 1, Hoffmann, Wiebe 1, Heldt, Mosch 4, Motzkus, Graafmann 3/1, Ewald 1.