“WENN MAN VERLIERT DARF MAN SO VERLIEREN“
Evesen. In der Fußball-Landesliga hat der bis dahin Tabellenfünfte VfR Evesen auf eigenem Platz gegen den Tabellenführer SSG Halvestorf/Herkendorf 0:3 (0:2) verloren. Aktuell rangiert der Aufsteiger jetzt auf Platz sieben. Was sich nach einer glatten Niederlage anhört löste bei den Fans jedenfalls kein allzugroßes Murren aus, der VfR zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit fußballerische Qualitäten und überzeugte mit Einsatzwillen und Moral. Es fehlte halt bei den zahlreichen Chancen das Quäntchen Glück, dass es manchmal braucht.
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„Wenn man verliert darf man so verlieren. Die Einstellung, egal wer rein kam, hat alles gepasst. die Jungs haben alles versucht. Nach dem 0:2 haben wir alles reingehauen, haben unsere Einschussmöglichkeiten. Fällt hier ein Tor zum 1:2 wird es noch mal richtig spannend, am Ende verliert man 0:3. Mit dem Spiel bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht“, erklärte Coach Burak Buruk. Mit den gespielten Staffetten sei er zufrieden. „Das Problem war, dass wir uns im letzten Drittel festgerannt haben und nicht zu Abschlüssen gekommen sind und sie dann in Konter gelaufen sind“, sagte Buruk.
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Die äußeren Umstände waren wenig inspirierend. Regen und heftige Windböen ließen da keine Gemütlichkeit aufkommen. Nach ausgeglichenem Beginn wurde der Tabellenführer stärker und näherte sich dem VfR-Strafraum mehr und mehr an. Ein Doppelschlag von Christopher Katunda Nakahosa brachte die 2:0-Führung für die Gäste (33., 36.). Beim 1:0 war es Spielzug über mehrere Stationen, Evesen reagierte mit eigenen Angriffen. Ein Ballverlust leitete einen Konter der Gäste ein, die aufgerückte VfR-Abwehr wurde schnell ausgespielt, Nakahosa hatte keine Mühe eine Quervorlage im Tor unterzubringen.
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Jetzt war der VfR gefordert, und die Mannschaft kam. Die Gäste wurden zurückgedrängt, aber es fehlte Evesen die letzte Präzision, um zum Abschluss zu kommen. Bis zur Pause kam es nicht mehr zu wirklich zwingenden Chancen. Nach dem Seitenwechsel zeigte Evesen von Beginn der 2. Halbzeit an, was hier angesagt war. Der VfR rückte immer höher auf, lief Halvestorf schneller an als noch in Hälfte eins, es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Allerdings liefen die Gastgeber immer Gefahr, in einen der gefährlichen Gäste-Konter zur laufen. Zweimal hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite: Einmal als Robin Tegtmeyer zwei Abwehrspieler aussteigen ließ und das Tor nur um Zentimeter verfehlte (63.), ein weiteres Mal als Nico Stolte den Ball knapp vor der Torlinie klärte.
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Evesen rannte an, setzte sich in der Hälfte der Gäste weg. Es folgen reihenweise Flanken und Eckbälle, es ergaben sich fast zwangsläufig gute Chancen. Die Gastgeber liefen, kämpften und spielten unermüdlich, wehrten sich gegen die Niederlage. Aber es war wie verhext, der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Schüsse, Abpraller, Kopfbälle, da war alles dabei. Und so kam es wie es kommen musste. Kurz vor Spielende brachte Halvestorf doch noch einen Konter durch, Nakahosa erzielte mit seinem dritten Treffer im Spiel den 3:0-Endstand für den Tabellenführer.
VfR Evesen: Ollek, Alack, Spannuth, Enzi, Khairi, Kelmendi, Khalaf, Schroeder, Stolte, Stublla, Fichtner (Bolm, Seipolt, Cetin, Beyse, Girgo, Özden, Buruk, Heine).



















































