VFR ÜBERSTEHT 30 MINUTEN ABWEHRSCHLACHT
Petzen. Das war Balsam für die Seelen der Fans vom Fußball-Landesligisten VfR Evesen: Der bis dahin Tabellenletzte VfR gewann gegen den Tabellensiebten 1. FC Wunstorf 2:0 (1:0). Ohne den verletzten Qendrim Krasniqi, den rotgesperrten Samuel Pentke und Bennet Heine erkämpfte sich der VfR ein verdienten Heimsieg. „Wichtig ist, dass wir zu Null gespielt haben, dass wir nach zwei Monaten wieder ein Erfolgserlebnis haben. Das stimmt mit positiv für die nächsten Wochen“, sagte Coach Mirco Müller. Man habe gewusst, man stehe als Tabellenletzter mit dem Rücken an der Wand. „Wie die Siege zustande kommen, ist völlig egal“, sagte Möller. Was immer von der Mannschaft fordern würde sei das zeigen von Herz und Wille. „Das haben sie heute getan, in meinem Empfinden ein verdienter Sieg“, sagte Möller.
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In der ersten Halbzeit hatte Wunstorf mehr Ballbesitz, spielte eher vorsichtig nach vorn. Der VfR erwartete die Gäste an der Mittellinie, insgesamt hatte die Abwehr weniger Arbeit als erwartet. Dennoch waren die Gäste, wenn auch selten in Nähe des VfR-Strafraums, mit einigen Angriffen gefährlich. Wunstorf hatte drei Großchancen (9., 35.), die dritte und beste Chance vereitelte VfR-Keeper Christian Förster, als er einen Schuss aus wenigen Metern abwehrte. Evesen gelangen zwar einige Balleroberungen, aber ohne Folgen für den Gegner. Das galt nicht für die 45. Minute. Cedric Schröder schlug einen langen Pass aus der eigenen Abwehr auf die linke Seite. Finn Fischer nahm den Ball auf, zog mit viel Tempo weg und allein auf den Torwart zu. Ein Wunstorfer Abwehrspieler räumte Fischer im Strafraum ab, den fälligen Elfmeter verwandelte Fischer selbst zur 1:0-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel war es mit der Wunstorfer Vorsicht vorbei. Das Risiko wurde erhöht, die Jagd auf den Ausgleich eröffnet. Dabei hatten die Gäste Glück, als ein eigener Abwehrspieler eine VfR-Ecke an die Latte köpfte. Mitten in die Drangphase der Gäste fiel die Entscheidung. Ein Angriff der Gastgeber wurde gut 20 Meter vor dem Tor per Foul gestoppt. Den Freistoß hämmerte Lennard Heine zum 2:0 direkt in den Winkel des Wunstorfer Tores (58.). Im Anschluss berannte Wunstorf bis zum Schlusspfiff das Tor der Gastgeber, war dabei aber nur wenig effizient, was Torchancen anging. Evesen verteidigte mit Mann und Maus, brachte immer irgendwie ein Bein oder Fuß in die Schussbahn der Wunstorfer. In den letzten zehn Minuten gab es dann einige Rudelbildungen, weil bei einigen Gästen offenbar die Nerven blank lagen. Den VfR-Fans war es egal, sie bejubelten und beklatschten jede erfolgreiche Abwehr ihrer Mannschaft.
VfR Evesen: Förster, Newey, Enzi, Ertem, M. Heine, Abram, Schroeder, Stolte, Fischer, L. Heine, Fichtner (Völkening, Odoy, Bolm, Kilic, Özden, Bajrami).