SG RODENBERG FEIERT AUFSTIEG IN DIE OBERLIGA
Rodenberg. „Oberliga, Oberliga“, so schallte es über den Rodenberger Sportplatz, als der Frauenfußball-Landesligist SG Rodenberg seinen Aufstieg in die Oberliga feierte. Ein Punkt war noch nötig, und eigentlich ging alles von einem Sieg gegen BW Tündern aus. Nach 90 Minuten war es durch das 1:1 (0:1) eben dieser eine Punkt, der die Feier auslöste. Beim Schlusspfiff fiel da einiges an Steinen von den Schultern, die Trainer Dirk Trapphagen und Jörg Wehrhahn waren sichtlich angeschlagen nach einem Spiel, welches lange auf der Kippe stand. „Wir haben es noch einmal spannend gemacht, sie waren hochnervös. Aber jetzt ist es egal“, meinte das Trainerteam freudestrahlend.

Der Moment von Erleichterung und Glück: Melina Langer hat zum 1:1 getroffen.
In der ersten Halbzeit dauerte es einige Zeit, ehe sich die SGR dem Gäste-Tor gefährlich näherte. Dabei versteckte sich Tündern nicht, war durch schnelle Angreiferinnen bei Kontern immer gefährlich, wie sich noch zeigen sollte. Melina Langer und Maike Wittekindt verpassten zwei Großchancen, dann setzte Tündern wieder einen Konter an, Hanna Kleindiek zog auf und davon und erzielte das 1:0 für Tündern (39.). Das war nicht geplant, Rodenberg blieb im Aufbau nervös, machte das Spiel nicht breit genug und rannte sich ab und an fest. Nach dem Seitenwechsel versuchte die SGR Druck zu machen, suchte mehr den Weg über die Flügel.
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Aber es blieb eine gefährliche Angelegenheit, weil Tündern mutig versuchte mitzuspielen und zu mehreren hochkarätigen Chancen kam. Auf der anderen Seite verschossen die Gastgeberinnen ihrerseits einige gute Möglichkeiten. Die Zeit lief langsam ab, zu Beginn der Schlussphase hatte die immer wieder in der Abwehr geforderte SGR-Abwehr Glück als ein Schuss der Gäste an der Latte landete. Dann aber die Erlösung, als Melina Langer im Strafraum schneller war als ihre Gegnerinnen und den Ball zum 1:1 im Tor unterbrachte (77.). In der Schlussphase ging es noch einmal hoch her, Tündern wollte den Sieg, die SGR musste kämpfen, spielte plötzlich selbst auf Konter. Die Gastgeberinnen hielten dem Druck stand, beim Schlusspfiff von Schiedsrichter Christian Gerdes brach sich dann der Jubel Bahn.
SG Rodenberg: Krallmann, M. Wittekindt, Golombek, S. Trapphagen, L. Trapphagen, Langer, Hilmer, Korte, Knake, Zimmermann, Meier (Priesett, Depping, Kölling, Prietzel).