Nach Blitzstart zu wenig passgenaue Offensive
Bückeburg. In der Fußball-Landesliga Hannover hat der VfL Bückeburg seine Heimpremiere gründlich verpatzt. Gegen den 1. FC Sarstedt unterlag der VfL verdient mit 1:3 (1:0). Eine Woche nach dem 4:0-Auswärtssieg beim SC Hemmingen-Westerfeld präsentierten sich die Gastgeber vor allem in der Offensive als wenig durchschlagsstark. Großen Anteil an dieser Schwäche hatte die gut stehende und zweikampfstarke Abwehr der Gastgeber. „In den entscheidenden Phasen haben sie uns den Mut und den Schneid abgekauft“, sagte VfL-Coach Thorben Brandt. Gar nicht erfreut war Brandt über die zwei Roten Karten. Als der VfL binnen zwei Minuten zwei Treffer kassierte erkundigte sich Bjarne Struckmeier beim Linienrichter nach dessen Sehstärke (73.), Luis Othmer äußerte sich in der 90. Minute deutlicher, beide durften den Platz vor den anderen verlassen. Das ginge gar nicht, so Brandt, der Konsequenzen ankündigte.
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Das Spiel begann wie es besser nicht geht: Beim ersten Angriff setzte sich Christian Paul Schwier auf der linken Seite durch, sein platzierter Schuss schlug schon in der 2. Minute zum 1:0 für den VfL ein. Während der VfL-Anhang von weiteren Toren träumte vollzog sich auf dem Platz ein Wandel. Sarstedt übernahm das Spiel mehr und mehr, Bückeburg ließ sich immer weiter zurückdrängen. Immerhin gelangen den Hausherren noch einige Konter, Maurice Matz verpasste das 2:0 um Zentimeter. Weitere Offensivbemühungen scheiterten an einer Vielzahl ungenauere Pässe. Da war egal wer der Adressat war, weder Marvin Steigmann, Schwier oder Alexander Bremer wurden erreicht. Auch Maurice Matz blieb wirkungslos. Auf der anderen Seite drückte Sarstedt immer mehr, hatte mit einem Kopfball an die Latte nur eine zwingende Chance.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts, Sarstedt drückte auf den Ausgleich. In der 62. Minute war es soweit, Bastian Hattendorf spielte VfL-Keeper Josef Werner aus und traf zum fälligen 1:1-Ausgleich. Fünf Minuten später hatte der inzwischen eingewechselte Finn Fischer eine Chance, sein Abschluss war jedoch zu schwach. Im Gegenzug verteidigte der VfL einen Freistoß von der rechten Seite schlecht, der Ball rutschte vor dem Tor durch, kam flach zurück, Eugen Klein hatte keine Mühe das 2:1 für die Gäste zu erzielen (69.). Nur drei Minuten später die Entscheidung, als Jakob Kühn nach einem aus VfL-Sicht Foul liegen blieb. Der VfL wartete auf einen Pfiff, Sarstedt spielte weiter, wieder war es Klein der keine Mühe hatte das 3:1 zu erzielen. Bis zum Schlusspfiff kam der VfL kaum noch über die Mittellinie, Sarstedt brachte das 3:1 sicher über die Zeit. „Sarstedt hat eine gute Balance in der Mannschaft. Man hat gesehen, dass es eine fertige Mannschaft war. Sie haben es mit ihrer Robustheit und Körperlichkeit entschieden, am schlimmsten sind die roten Karten“, erklärte Brandt, der mit einem Punkt hochzufrieden gewesen wäre. Es wäre zwischen Sieg und Niederlage alles drin gewesen.
VfL Bückeburg: Werner, Bartke, Struckmeier, Schwier, Kümmel, Bremer, Steigmann, Matz, Rinne, Schwier, Kühn (Großkelwing, Landfester, Othmer, Steierberg, Druffel, Schneckener, Vogt, Fischer).