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LINDHORST VERSCHLÄFT ENTSCHEIDENDE PHASE

FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH

Lindhorst. Der TuS Schwarz-Weiß Enzen hat das Bezirksliga-Derby beim TuS Jahn Lindhorst deutlich mit 5:1 gewonnen und damit einen ersten Schritt gemacht, um die Tabelle geradezurücken. Während die Gäste von Beginn an zielstrebig und schnörkellos auftraten, ließen die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit die Zweikampfstärke vermissen, die sie in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. Eine zehnminütige Verspätung aufgrund eines Gewitters verzögerte den Anpfiff.


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Enzen war von Beginn an besser im Spiel, gewann die meisten Zweikämpfe und fing die meisten Lindhorster Pässe ab. In der 12. Minute nutzten die Gäste einen Fehler der Hausherren zur Führung: Ein zu kurzer Rückpass von Jan-Malte Sydow landete bei Johann-Heinrich Gottschalk, der allein vor dem Tor zum 0:1 einschob. Anschließend fanden die Lindhorster etwas besser in die Partie und kamen durch Vincent Unruh und Jan-Malte Sydow zu Möglichkeiten. Luis Othmer hätte sogar den Ausgleich erzielen müssen, setzte einen Kopfball aus kürzester Distanz jedoch freistehend neben das Tor.


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Was danach folgte, war aus Lindhorster Sicht eine verhängnisvolle Tiefschlafphase. Gottschalk legte den Ball quer auf Arne Klöpper, der aus fünf Metern zum 0:2 einschob. Nur eine Minute später wiederholte Enzen die Szene nahezu identisch und erhöhte auf 0:3. Die Gastgeber blieben zwar bemüht, fanden aber keine Mittel, um die gegnerische Defensive ernsthaft in Gefahr zu bringen. Kurz vor der Pause fiel sogar noch das 0:4: Nach einer Ecke von Faul prallte der Ball von Kevin Wöbbekings Rücken ins Tor.


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Lindhorster Moral wird nicht belohnt

Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht auf und zeigten eine bessere Körpersprache. Der Einsatz wurde in der 51. Minute belohnt: Nach einem Einwurf bediente Miles Sydow seinen Bruder Jan-Malte, der aus zwölf Metern auf 1:4 verkürzte. Die Hoffnung auf eine mögliche Aufholjagd hielt allerdings nur kurz. Zehn Minuten später zog Lennart Faul von der linken Seite ab. Ob als Schuss oder als missglückte Flanke gedacht – der Ball senkte sich gefährlich auf das Tor, überraschte Torwart Krause und landete zum 1:5 im Netz. Damit war die Partie endgültig entschieden.


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Lindhorsts Trainer Ricardo Diaz Garcia fand nach dem Spiel deutliche Worte für die entscheidende Phase: „Das 0:1 leiten wir quasi selbst ein. Dann können wir das 1:1 machen, sodass das Spiel offen bleiben würde. Dann hatten wir eine Tiefschlafphase über zehn bis 15 Minuten, in der wir im unteren Drittel nicht vernünftig in die Zweikämpfe kommen, immer viel zu weit wegstehen und der Gegner den Ball annehmen, hochgucken kann und genug Zeit hat, noch etwas vorzubereiten. Dann kamen wir immer einen Tick zu spät und gehen mit 0:4 in die Halbzeit.“


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Mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause war der Trainer dagegen zufriedener: „Danach kommen wir raus mit einer guten Moral und guter Körpersprache, machen das 1:4 und haben noch die Möglichkeiten für das eine oder andere Tor, was wir leider nicht gemacht haben. Es war wie zugemauert heute. Und dann noch der Sonntagsschuss zum 1:5 und die Messe war gelesen.“

Durch den Derbysieg verbessert sich Enzen auf den zwölften Tabellenplatz und kann am kommenden Sonntag mit einem weiteren Erfolg gegen Gehrden den Sprung ins Tabellenmittelfeld schaffen. Auf den TuS Jahn Lindhorst wartet bereits am Samstag die nächste Herausforderung. Dann empfängt die Mannschaft von Ricardo Diaz Garcia den Tabellenfünften FC Springe und muss vor allem in den Zweikämpfen wieder deutlich entschlossener auftreten.

TuS Jahn Lindhorst: Krause, L. Unruh, Othmer, J. Sydow, Miles Sydow, V. Unruh, Blaser, Aust, Reese, Kohnert, Holz (Lanz, Gornig, Hausen, Sennholz, Wedemeier, Marvin Sydow, Schütte, Kubba).

TuS SW Enzen: Meyer, Bölk, Strauchmann, Faul, Führing, Mazur, Engelhardt, Pluta, Wöbbeking, Gottschalk, Klöpper (Meier, Nimptschke, Thiemann, Tekin; Zeckel).

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