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TUS J AHN LINDHORST SIEGT TROTZ PERSONALNOT

FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH

Bad Pyrmont. Für den TuS Jahn Lindhorst hat sich die gut einstündige Anreise zum FC Bad Pyrmont Hagen gelohnt. Trotz großer Personalsorgen und lediglich 13 einsatzfähiger Spieler setzte sich der TuS am Ende souverän mit 4:1 (2:1) durch. Dabei hatten die Gastgeber zwar deutlich mehr Ballbesitz, die besseren Torchancen lagen jedoch fast ausschließlich auf Lindhorster Seite.


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Der erste Schock folgte bereits nach knapp zehn Minuten: Jan-Malte Sydow knickte bei einem Zweikampf um und musste behandelt werden. Sichtbar angeschlagen biss er jedoch bis zur Halbzeit die Zähne zusammen – und wurde anschließend zum entscheidenden Mann der ersten Hälfte. In der 27. Minute fing Sydow einen missglückten Rückpass ab, umkurvte den Torwart und schob zum 0:1 ein. Nur vier Minuten später war er erneut zur Stelle. Nach einer Ecke von Luca Blaser erzielte Sydow per Kopf das 0:2. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn unmittelbar danach kam Bad Pyrmont Hagen zum Anschlusstreffer. Ein Sonntagsschuss von Alen Kastic aus 16 Metern wurde noch entscheidend abgefälscht und schlug unhaltbar unter der Latte ein. Mit dem 1:2 ging es in die Pause.


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Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild: Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz, während der TuS die gefährlicheren Aktionen vor dem Tor zeigte. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als ein Zuspiel des eingewechselten Julian Sennholz bei Luca Blaser landete. Der Lindhorster setzte sich aus der Drehung durch und traf zum 1:3. In der 67. Minute sorgte der TuS schließlich für die Vorentscheidung. Elias Kohnert lief auf das gegnerische Tor zu und wurde kurz vor dem Strafraum gelegt. Den fälligen Freistoß verwandelte Miles Sydow sehenswert zum 1:4.


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In der Schlussphase hätte Lindhorst das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können. Weitere gute Möglichkeiten durch Elias Kohnert, Fabio Schütte und Vincent Unruh blieben jedoch ungenutzt. Trainer Ricardo Diaz Garcia zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend zufrieden: „Die Jungs haben stark verteidigt und aus dem Spiel heraus wenig zugelassen. Wenn man dann noch sieht, dass wir zum Ende auch noch den einen oder anderen Konter besser ausfahren müssten. Da müssen wir noch ein bisschen kaltblütiger werden. Dann gehst du hier mit sechs oder sieben Toren nach Hause.“


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Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Jan-Malte Sydow. „Jenni hat einen dicken Fuß“, berichtete Diaz Garcia. Ansonsten fand der Trainer nur lobende Worte für seine Mannschaft. Besonders hob er Mail Hausen hervor, der sein Bezirksliga-Debüt feierte: „Er hat das so gespielt, als ob er noch nie etwas anderes gespielt hätte. Er hat seine Gegenspieler abgekocht und sich auch nach vorne eingeschaltet. Durchweg eine gute Leistung.“ Mit dem 4:1-Auswärtserfolg belohnte sich der TuS für eine kämpferisch und taktisch starke Vorstellung – und zeigte, dass auch eine extrem dünne Personaldecke kein Hindernis sein muss.

TuS Jahn Lindhorst: Lanz, L. Unruh, J. Sydow, Miles Sydow, V. Unruh, Blaser, Hausen, Aust, Reese, Kohnert, Schütte (Krause, Pittelkow, Jamshedi, Othmer, Sennholz, Marvin Sydow, Holz).

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