TUS JAHN LINDHORST SETZT SICH IM KELLERDUELL DURCH
FOTOS/TEXT: SVEN UNRUH
Luthe. Das Duell in der unteren Tabellenhälfte zwischen dem TSV Luthe und dem TuS Jahn Lindhorst bot den Zuschauern am Sonntag ein turbulentes und torreiches Bezirksligaspiel. Am Ende setzte sich der TJL nach wechselvollem Verlauf mit 4:3 durch und kletterte damit erstmals in dieser Saison auf einen Nichtabstiegsplatz. Schon vor Anpfiff war klar, dass es kein einfaches Spiel werden würde: Der Platzzustand in Luthe war mehr als miserabel und stellte beide Mannschaften vor zusätzliche Herausforderungen.
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„Ein für Trainer sehr nervenaufreibendes Spiel. Ich möchte behaupten, die Spielversicherung für dieses Spiel stand heute zwischen den Pfosten des TSV Luthe. Unglaubliche Reflexe, unglaubliche Paraden des Torhüters. Aus meiner Sicht kann es zur Halbzeit 4:1 für Lindhorst stehen“, sagte TuS-Coach Daniel Burk. Die zwei Tore für Luthe bis zur Halbzeit würden wenn man unten stehe einfach ins Tor fallen. „Wenn du oben stehst werden die erst gar nicht so getroffen. Am Ende hat die Mannschaft überragend gearbeitet und gekämpft, man hat den Sieg erarbeitet, wir haben verdient gewonnen“, so Burk, dessen Luther Pendant David Oehmigen da doch ein bisschen abwich: „Insgesamt kein gutes Fußballspiel von beiden Mannschaften, man hat gesehen, warum beide Mannschaften unten in der Tabelle stehen. Beide werden es schwer haben in der Liga zu bleiben. Am Ende des Tages gewinnt die glücklicher Mannschaft, verdient hat das Spiel eigentlich gar keinen Sieger. Wir haben zu wenig investiert, das tut dann weh, aber es muss ja dann nächste Woche weitergehen.“
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Die Lindhorster traten mit einer ungewohnten Formation an: Maximilian Lanz rückte für Bjarne Krause ins Tor, Luis Othmer übernahm die Außenverteidigerposition und Jasper Möller agierte als „Sechser“. Trotz dieser Umstellungen fand der TJL von Beginn an gut in die Partie und nutzte immer wieder die offenen Räume in der Luther Defensive. Chancen im Minutentakt blieben jedoch ungenutzt, vor allem weil TSV-Keeper Timo Lohmann einen Sahnetag erwischte. Wie es im Fußball oft läuft, nutzten die Gastgeber ihre erste Gelegenheit zur Führung: In der 18. Minute zog Sean Marcus Finlay aus gut 20 Metern ab, der Ball schlug unhaltbar im Winkel ein – 1:0. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später bediente Miles Sydow den gestarteten Jasper Möller, der abgeklärt zum 1:1 einschob. Doch Luthe schlug sofort zurück: Nach einem umstrittenen Zweikampf im Strafraum schaltete die Lindhorster Hintermannschaft kurz ab, Julian Reiter nutzte die Gelegenheit und traf aus acht Metern zum 2:1 (24.). Bis zur Pause erspielte sich der TJL noch zahlreiche gute Möglichkeiten durch Steigmann, Schütte, Miles und Jan-Malte Sydow, scheiterte jedoch entweder an der Präzision oder erneut am starken Lohmann.
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Direkt nach Wiederanpfiff belohnte sich Lindhorst endlich: Einen Freistoß von Othmer blockte die Mauer, Möller fasste sich ein Herz, sein Aufsetzer war für Lohmann nicht mehr zu parieren – 2:2 (48.). Doch auch diesmal währte die Freude nicht lange. In der 57. Minute schlug Finlay erneut zu, diesmal aus 18 Metern – wieder unhaltbar, wieder Rückstand für den TJL. Doch die Gäste gaben nicht auf. In der 70. Minute setzte Miles Sydow Steigmann in Szene, der uneigennützig querlegte und Fabio Schütte zum verdienten 3:3 einschob. Nur neun Minuten später war es erneut Schütte, der nach einem Freistoß von Othmer aus spitzem Winkel zum 4:3 traf.
In der Schlussphase drängte der TSV Luthe noch einmal auf den Ausgleich, doch die Lindhorster Abwehr hielt – wenn auch nicht immer souverän – stand. Mit dem Auswärtssieg verbessert sich der TuS Jahn Lindhorst auf Tabellenplatz 11 und verlässt erstmals die Abstiegsränge.
TuS Jahn Lindhorst: Lanz, Gornig, L. Unruh, Pittelkow, Möller, Othmer, J. Sydow, M. Sydow, Steigmann, Schütte, Holz (Krause, Ellersiek, Serinek, Maier).
























































