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Zwei Podcasts an den Start gebracht - „Ich erzähle gern“

Fussball. Der 44jährige Stephan Jimenez Paradies - verheiratet, zwei Kinder - engagiert sich im Schaumburger Fußball gleich in drei Vereinen. Beim Beckedorfer SV als Trainer der 1. Herren in der 2. Kreisklasse, dazu die BII-Junioren des JFV 2011 Nenndorf (zusammen mit Marvin Köpper) und dann wären da noch die Altherren des MTV Rehren A/R. Das war nicht genug, Jimenez startete gleich zwei ganz neue Projekte: Zwei Podcasts, ein Format, welches in der Pandemie hohen Zulauf erhält. Nummer eins nennt sich „Harry Podcast und der Feuerstein“, hier arbeitet er mit Marcus Feuerstein und Timo Friebel zusammen. Die erste Folge ging am 13. August online. Nummer zwei produziert Jimenez allein: Mit „BBB - Ball, Bier und Bratwurst“ brachte er einen Schaumburger Sportpodcast am 11. Oktober auf den Weg.

„Es ist kein Fussball-Podcast“, darauf legt Jimenez im Falle von „Ball, Bier und Bratwurst“ absoluten Wert. Die Idee dazu habe er schon lange auf dem Zettel gehabt, so der „Dampfplauderer“. Im Falle von „Harry Podcast“ liegt die Sache anders, da haben sich drei gute Freunde gefunden, um einfach mal loszulegen. Dabei kam Jimenez zupass, dass speziell bei Marcus Feuerstein das technische Wissen vorhanden war. „Eigentlich war es ein Testlauf, der aber unfassbar gut funktioniert hat“, erklärt Jimenez. Das solle nicht wieder her gegeben werden, es mache viel Spaß.

„Ball, Bier und Bratwurst“ hingegen umfasst auch Themen, die nichts mit Fussball zu tun haben, auch wenn der Titel die Gedanken in diese Richtung lenkt. „Die Initialzündung war, dass ich gern erzähle. Und mich interessieren unfassbar viele Sachen, im Sport Sachen, von denen ich keine Ahnung habe“, beschreibt Jimenez die Grundgedanken, die zum Entstehen des Podcasts führten. Dann müsse man Leute suchen die davon Ahnung haben und darüber reden. „Das möchte ich nicht nur für mich haben, es scheint so, dass es da draußen Menschen gibt, die das auch interessiert“, sagt Jimenez. Mit der Resonanz und Reichweite zeigt er sich zufrieden. In den bisherigen Folgen waren ein Spartenleiter, ein Schiedsrichter, ein Handballer und ein Schaumburger Groundhopper (eine Sammelleidenschaft von Fussballfans möglichst viele Spiele in vielen Stadien zu sehen) zu Gast.

Inzwischen wird er auf der Straße angesprochen, wundert sich dann doch über die offensichtliche, gute Resonanz. In 2021 sollen sich beide Titel (abrufbar auf den üblichen Plattformen) weiter entwickeln. Für den Sportpodcast wird aktuell ein Co-Moderator gesucht. „Da wird sich was ändern, es mit ein spannendes Jahr mit den Podcasts werden“, freut sich Jimenez auf das kommende Jahr 2021. Dazu gehört das Verstehen, mit dem stärker werdenden Interesse einer Öffentlichkeit verantwortungsvoll umzugehen.

Für den Trainer Jimenez verläuft das Jahr wie überall im Sport. Saisonabbruch, Pause, langsames wieder einsteigen mit ersten Trainingseinheiten und alles unter Corona-Verordnungen. Besonders seine Jugendmannschaft trifft die Pandemie. „Es war unverständlich für sie, die einfach nur bolzen wollten. Sie haben es nicht verstanden“, sagt Jimenez. Es sei für alle Beteiligten anstrengend gewesen, für die Jungs sei es ein schwerer Gang gewesen. „Wir haben ständig Kontakt gehalten, als es wieder los ging war die Freude groß, die hatten wieder Bock.“, so Jimenez. Man habe komplett bei Null wieder angefangen, die Play-Station Schockstarre habe rausgemusst. Beim Beckedorfer SV sagt er Mitte des Jahres zu, sieht in der Aufgabe ein spannendes Projekt.

Allzuviel Ausbau beim Projekt gab es nicht, die Pandemie sorgte nach sechs Spielen für eine erneute Pause. Erst mal wird die Saison auf unbestimmte Zeit unterbrochen. „Das kam für uns zu einem ungünstigen Zeitpunkt“, blickt der Coach zurück. Die Mannschaft hatte gerade gute Schritte in eine positive Entwicklung genommen. „Jetzt steht wieder alles in den Sternen, wir werden bei Null anfangen müssen“, meint der Coach. Mit der Umsetzung der Corona-Verordnungen habe man es sehr genau genommen, gleichwohl: „Die Interpretation einiger Vereine war schon abenteuerlich, da darf sich dann keiner wundern“, so Jimenez. Es sei sicherlich sehr arbeitsaufwändig, er hätte sich hier und da mehr Durchsetzungsvermögen von Verantwortlichen gewünscht. Die Blick auf die kommenden Monate fällt eher skeptisch auf, er rechnet nicht wirklich mit einer baldigen Fortsetzung des Sportbetriebes.

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