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„Ich habe da schon Bock drauf“ - der Vorsitzende des FC will den Verein voranbringen

Stadthagen. Fast genau ein Jahr führt Philipp Salefski den Fußball-Kreisligisten FC Stadthagen als 1. Vorsitzender. Wenige Tage vor Weihnachten 2019 wurde er in das Amt gewählt, trat die Nachfolge des aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehenden Tobias Ogrodnik an. Ogrodnik ging nicht ganz, blieb dem Verein als 2. Vorsitzender erhalten. Der 45jährige Heilpädagoge Salefski arbeitet bei der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW), der verheiratete Vater von zwei Kindern lebt mit seiner Familie in Stadthagen. Das Amt des 1. Vorsitzenden, übernommen in schwierigen Zeiten für den FC, stellt die Spitze einer langen Zeit zunächst als Spieler, dann als ehrenamtliches tätiges Mitglied dar.


Im Dezember 2019 übernahm Philipp Salefski (links) von Tobias Ogrodnik das Amt des 1. Vorsitzenden vom FC Stadthagen

Die Bezeichnung „Urgestein“ passt auf Salefski, im Oktober 1982 begann er seine sportliche Laufbahn als siebenjähriger beim FC. „Ich habe noch einen Spielerpass“, sagt Salefski. Der heutige Vereinsvorsitzende spielte immer beim FC, durchlief die Jugend und wechselte in den Herrenbereich. Dort spielte er in der Ersten nicht nur mit Ogrodnik, sondern auch mit dem heutigen Trainer der Ersten, Thorsten Rinne, in der Bezirksliga. Neben dem Spielgeschehen auf dem Platz engagierte er sich im Verein, 1998 stieg Salefski als Trainer bei den E-Junioren ein. Stellvertretender Jugendleiter, Jugendleiter, dass war 2016/17, zwischen 2005 und 2014 machte Salefski aus beruflichen Gründen Pause. Im vergangenen Jahr folgte dann die Wahl zum Vereinsvorsitzenden. Der FC war in schwieriger Lage, es folgte 2018/19 der Abstieg aus der Bezirks- in die Kreisliga.

„Ja, der FC liegt mir am Herzen, ich hab da schon Bock drauf“, sagte Salefski mit Blick auf die wartenden Aufgaben. Mit seinen Vorstandskollegen Ogrodnik, Michaela Pelikan-Gretel und Mike Schmiedhäuser versucht er längst überfällige Strukturveränderungen vorzunehmen. „Solange ich Leute im Verein habe auf die ich mich verlassen kann ist alles ok.“, so Salefski, der sich über jede weitere Hilfe freut. So soll das Vereinsheim als Begegnungsstätte belebt werden, aber allein der in ausnehmend schlechten Zustand - inklusive einer zu schwachen Beleuchtung - befindliche Weg dorthin kann durch noch so viel Engagement nicht verbessert werden. „Das Problem ist der Stadt seit Jahren bekannt“, so Salefski, betont dabei aber die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Stadthagen. Die habe sich ja auch bei der Umsetzung von Corona-Verordnungen beim „TR-SPORT-VolleyTheVirus-Cup“ gezeigt.

Überhaupt Corona, die Pandemie hat wie überall im Sport viele Ideen und Pläne zunächst einmal ins Abseits katapultiert. Aber nicht ins Aus: „Wenn es regnet kann ich trotzdem gute Laune haben“, erklärt Salefski optimistisch mit der Hoffnung auf bald normalere Zeiten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der heutige FC-Vorstand einen Rucksack voller Vergangenheit mitschleppt. Dazu gehört die Zeit als reichlich Geld vorhanden war, der FC bis in die Niedersachsenliga kam „und sich viele Leute auf die Schulter geklopft haben“. Mit vorausschauender Planung, dem Aufbau tragfähiger Strukturen für den Verein als ganzes hatte das nichts zu tun, daran knabbert der FC noch heute.

Als weitere große Aufgabe kommt die Integration von vielen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund hinzu. Viel hat Salefski und der übrige FC-Vorstand noch nicht geschafft, dafür hat die Corona-Pandemie gesorgt. Damit muss der FC wie viele andere Vereine fertig werden. Die anstehende Jahresversammlung wurde verschoben, aktuell ruht der gesamte Trainingsbetrieb. Aber Salefski hält dagegen, lässt sich den Optimismus nicht nehmen: „Es geht immer weiter“.

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