Die Handball-Vorschau auf das Wochenende 17./18. November 2018

3. Liga/West

Longericher SC Köln - MTV Großenheidorn. Sa., 18 Uhr. Großenheidorn fährt nicht chancenlos nach Köln, da waren die Vorzeichen in der vergangenen Woche beim Tabellenzweiten SGSH Dragons noch andere und fanden beim 27:36 rein äußerlich ihre Bestätigung.

Was Hoffnung macht: Die Seeprovinzler zeigten nach dem blamablen Auftritt gegen die SG Langenfeld ein anderes, besseres Gesicht. Eine Halbzeit lang spielte der MTV auf Augenhöhe, musste sich erst in der zweiten Halbzeit beugen.

In Köln wird der MTV wieder improvisieren müssen. Jonathan Semisch fällt mit einer Grippe aus, Niklas Hermann wurde unter der Woche erfolgreich an der lädierten Schulter operiert. Mit seiner Rückkehr rechnen die Seeprovinzler frühestens zu Beginn der Punktrunde im neuen Jahr. Da schmerzt der Ausfall von Semisch vor allem im Innenblock der Abwehr doppelt. „Das treibt uns die Sorge ins Gesicht“, sagt Cotrainer Thomas Zumbrock. Aber seit Donnerstag haben sich die Vorzeichen ein bisschen verbessert, mit dem kroatischen Kreisläufer Branimir Dodig verpflichteten die Seeprovinzler einen Spieler, der diesem Innenblock eine neue Präsenz verleihen wird.

Mit knapp zwei Metern Körpergröße und 105 Kilo Körpergewicht stellt Dodig ein echtes Hindernis dar. Er wird entweder mit Jan-Philipp Cohrs oder Florian Degner den Kern der Abwehr bilden. Dem Druck kann sich der MTV nicht entziehen, nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten Langenfeld müssen jetzt auch mal nicht eingeplante Punkte her. Die Gastgeber verfügen mit Jonas Schloesser über einen guten Mittelmann, im rechten Rückraum gilt es die Kreise von Daniel Koenen einzuengen. Ansonsten kann sich der MTV durchaus auf Augenhöhe bewegen. So oder so: Die Seeprovinzler müssen über ihre mannschaftliche Stärke kommen, mit hohem Einsatz und Konzentration dagegen halten. Denn in dieser Liga kann offenbar jeder jeden schlagen, da scheint ein Auswärtssieg nicht unmöglich.

Oberliga Niedersachsen

HSG Nienburg - HSG Schaumburg Nord. So., 17 Uhr. Eine Woche nach dem 29:23-Heimsieg gegen den Tabellenletzten TG Münden hat die HSG Schaumburg Nord im Auswärtsspiel bei der HSG Nienburg ein anderes Kaliber vor sich. Beide Mannschaften kennen sich, die HSG Nord wird sich auf die Meerbachhalle und ein treues Nienburger Publikum einstellen.

„Klar geht Nienburg als Favorit in das Spiel“, sagt Coach Sebastian Reichardt. Nienburg habe einen sehr guten Start hingelegt, aktuell aber ein wenig den Rhythmus verloren, so Reichardt. Als Beweis für diese Ansicht kann das vergangene Wochenende dienen, als die Gastgeber in eigener Halle gegen den Tabellenvorletzten MTV Braunschweig II über ein 22:22 nicht hinauskamen. Einfach wird es nicht für die Gäste, es braucht in jedem Fall eine geschlossene und hochkämpferische Leistung, um in Nienburg eine Chance auf zwei Auswärtspunkte zu haben.

Motivationsprobleme werde es bei diesem Spiel nicht geben, so der Coach. Allerdings müsse man besser und mit mehr Freude spielen. Es geht um den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga, eine Niederlage kann die Gäste da zurückwerfen. „Es kommen richtungweisende Wochen“, sagt Reichardt mit Blick auf die kommenden Gegner. Darunter mit dem TuS Vinnhorst der Topfavorit auf die Meisterschaft, aber auch unmittelbare Konkurrenten wie der VfL Hameln und die HF Helmstedt-Büddenstedt.

Landesliga Frauen

SC Germania List - MTV Auhagen. Sa., 18.30 Uhr. Beim Tabellenzweiten geht es für Auhagen um den weiteren Anschluss an das sichere Mittelfeld. Aus tabellarischer Sicht fährt der Tabellenachte als Außenseiter zum Tabellenzweiten List. Das galt aber auch am vergangenen Wochenende im Spiel gegen den bis dahin Zweiten TuS Altwarmbüchen. Da ging Auhagen als Sieger vom Platz, diesmal wird das schwieriger. „Es ist auswärts, es wird hart, wir müssen machen was wir können“, meint Interimstrainerin Melanie Konsog. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf einer guten Abwehr liegen, dazu kommt das Abrufen der eigenen Leistung.


MTV Großenheidorn - Hannoverscher SC II. Sa., 19 Uhr. Im zweiten Heimspiel in Folge wollen die Seeprovinzlerinnen den Schwung aus dem Derbysieg gegen die HSG Schaumburg Nord nutzen. Als Tabellenfünfte kommt den Gastgeberinnen gegen den Tabellenvorletzten aus Hannover sicher die Favoritenrolle zu. Allerdings wird vor den Gästen gewarnt, sie haben ein einheitlich hohes athletischen Niveau im Kader. Hannover nur auf den Tabellenplatz zu reduzieren kann nach hinten losgehen. Die Seeprovinzlerinnen haben drei Spiele in Folge gewonnen und wollen die gezeigte konzentrierte Spielweise mit einer starken Abwehrleistung auch als Erfolgsrezept gegen den HSC für den vierten Sieg in Folge nehmen.

HSG Schaumburg Nord - HSG Hannover West. Sa., 20 Uhr. Zu ungewohnt später Zeit am Sonnabend will die HSG Nord nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Für den Tabellenvierten geht es im Spiel gegen den Tabellensiebten aus Hannover um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze. Trotz der 25:32-Derbypleite gegen den MTV Großenheidorn vom vergangenen Wochenende befindet sich die Mannschaft von Coach Nenad Pancic noch in Schlagweite zur von der HSG Nienburg eingenommenen Tabellenspitze. In Großenheidorn schafften es die Gastgeberinnen nicht, ihre Leistung wirklich abzurufen. Das darf sich jetzt nicht wiederholen, sonst winkt da abrutschen in das Mittelfeld.

Landesliga Männer

HSG Fuhlen-Hessisch Oldendorf - MTV Großenheidorn II. Sa., 17 Uhr. Ein echtes Spitzenspiel wartet auf die Fans der beiden Mannschaften. Die HSG steht mit 12:2-Punkten auf Rang zwei der Tabelle, die Seeprovinzler mit 12:4-Punkten auf Rang drei. Der Tabellenführer SV Alfeld steht mit 13:5-Punkten und gegenüber der HSG mit zwei Spielen und dem MTV mit einem Spiel mehr an der Spitze. Der Sieger aus diesem Spiel wird zunächst die Tabellenführung übernehmen. MTV-Coach Maik Hoffmann sieht die HSG aufgrund des Heimvorteils als favorisiert an, seine Mannschaft sei aber gut vorbereitet, so der Coach. Mit Jannik Deseniss, Patrick Schulz, Finn Knobloch, Marian Hansing und Pierre Kaßbaum fallen einige Spieler aus. „Das werden wir kompensieren, gehen hochmotiviert bis in die Haarspitzen in das Spiel“, sagt Hoffmann. In diesem Spiel wird die Tagesform eine Rolle spielen, aber auch die Fähigkeit, in schwierigen Situationen die Ruhe zu bewahren.

Regionsoberliga Frauen

HSG Schaumburg Nord II - RSV Seelze. So., 15 Uhr. In diesem Spiel kommt nur ein Heimsieg in Frage. Die Gäste kommen als Tabellenletzte mit 0:14-Punkten in die Halle am Radbach, für die auf Platz sieben einsortierten Gastgeberinnen geht es um den Platz im gesicherten Mittelfeld. „Wir eine Topleistung abrufen, das ist eine Einstellungssache“, erklärt Julian Frädermann vom Trainerduo Frädermann/Philipp Daseking. Seelze schätzt Frädermann als unangenehmen Gegner ein, das Spiel sei kein Spaziergang. „Das muss jedem klar sein“, sagt Frädermann warnend.


HV Barsinghausen - MTV Großenheidorn II. So., 17.50 Uhr. Die Seeprovinzlerinnen fahren als klarer Außenseiter zum Tabellenführer, der bis jetzt eine souveräne Saison spielt. „Das wäre schon eine Überraschung, wenn wir da was holen“, meint Coach Gerd Müller. Der Tabellenachte will an bereits gezeigte Leistungen anknüpfen und so ein abschießen durch Barsinghausen zu verhindern. „Wir lassen das auf uns zu kommen“, sagt Müller. Man wolle gegen halten, sei bei einer Niederlage aber auch nicht zu Tode betrübt.

Regionsoberliga Männer

TuS Empelde - VfL Stadthagen. Sa., 17 Uhr. In diesem Spiel hat der Tabellendreizehnte aus der Kreisstadt die Chance, sich vom Abstiegsplatz zu lösen. Empelde steht auf Rang zwölf, weist wie der VfL 5:13-Punkte auf. Die Gäste fahren mit enormen Rückenwind nach Empelde. Diesen Wind hat die Mannschaft durch den 29:21-Erfolg über den MTV Großenheidorn selbst entfacht. „Wir sind zwar nicht Favorit, aber wir sehen uns auf Augenhöhe und sind nach dem Sieg gegen Großenheidorn hungrig auf mehr“, sagt Nico Harmening. Für den VfL kommt es zu einem Vier-Punkte-Spiel, die Mannschaft will die Chance nutzen und sich zunächst aus dem Abstiegskampf ein Stück weit befreien.


MTV Großenheidorn III - TV Hannover-Badenstedt. So., 17 Uhr. Nach der 21:29-Pleite beim bis dahin Tabellenletzten VfL Stadthagen wollen die Seeprovinzler wieder in die Erfolgsspur zurück kehren. Für den Tabellenvierten geht es um den Verbleib in der Spitzengruppe, schließlich kommt mit den Gästen der nur um einen Punkt bessere Tabellendritte in die Seeprovinz. „Bei uns haben wir eine höher Chance zu gewinnen“, meint Coach Patrick Robock mit Blick auf die eigene Heimstärke. Einen Favoriten gibt es bis auf den Heimvorteil der Gastgeber nicht. Mit Tillmann Neuenfeld und Dennis Meuter stehen zwei wichtige Spieler wieder zur Verfügung.


HSG Schaumburg Nord II - VfV 1887 Hainholz. So., 17 Uhr. Eine Woche nach der 18:26-Niederlage beim HV Barsinghausen II und dem damit verbundenen Verlust der Tabellenführung hat die HSG keinen einfachen Gegner vor sich. „Ich finde es gut, dass wir mal die Jäger und nicht die gejagten sind“, sagt Coach Sebastian Pook. Hainholz schätzt er als heimstarke Mannschaft, die aber eben auswärts weniger stark daher kommt. Pook geht mit Selbstbewusstsein an die Sache: „Bislang hatte bei uns noch keiner eine Chance“. Ein Grund für die gefühlte Stärke stellt die Rückkehr von Torhüter Niklas Blomberg dar. Man habe jetzt mit Sebastian Wille und Blomberg das stärkste Torhütergespann der Liga, so Pook. Maximilian Dargel wird aus beruflichen Gründen fehlen, auch Eric Langhorst fällt aus. Dafür wird Torben Schmidt aus der A-Jugend aushelfen.

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