Die Handball-Vorschau auf das Wochenende 15./16. September 2018

Handball. In der 3. Liga/West unternimmt der MTV Großenheidorn beim TSV GWD Minden II den vierten Anlauf zum Gewinn erster Punkte in der Liga. Der Oberligist HSG Schaumburg Nord bekommt es im zweiten Heimspiel in Folge mit der TSV Burgdorf III zu tun.

3. Liga/West

TSV GWD Minden II - MTV Großenheidorn. Sa., 19 Uhr. Am vergangenen Wochenende waren die Seeprovinzler knapp vor dem ersten Sieg, bis zum 26:26 (56.) hielten sie gegen die Ahlener SG mit. Ein, zwei Fehler entschieden dann über Sieg oder Niederlage, sie kamen von den Seeprovinzlern. Insgesamt waren der MTV nicht wirklich schlechter als der Gegner, allerdings war die Chancenverwertung – nicht zum ersten Mal – der Liga nicht angemessen. Bereits in der ersten Halbzeit gab es einigen Verschuss, so das eine zwischenzeitliche 8:5-Führung nicht ausgebaut wurde. In der zweiten Halbzeit zog die personell angespannte Lage Konsequenzen nach sich, Spieler wie Till Hermann oder Jonathan Semisch mussten 60 Minuten durchspielen. Neuzugang Maksym Biegal musste bereits nach dreieinhalb Minuten das Parkett nach einer roten Karte räumen. Zwischen der 33. und 40. Minute blieb der MTV torlos, vergab Siebenmeter und Tempogegenstöße. Allein Luca Ritter verschoss von der rechten Außenbahn drei glasklare Chancen.

Dennoch machte das Spiel Hoffnung, denn zum ersten Mal spielte die Mannschaft mit dem richtigen Mannschaftsgeist, kämpfte und ließ sich von den eigenen Fehlern nicht beeindrucken. Die Seeprovinzler scheinen langsam auf dem Weg zu alten Tugenden zu sein, gegen Ahlen traten sie deutlich geschlossener auf. Jetzt geht es nach Minden, bei der Erstliga-Reserve wartet vor allem in einer Hinsicht eine schwere Aufgabe.

Minden spielt eine ausgezeichnete 3:2:1-Abwehr, diese auszuspielen wird einiges an Kreativität und die Bereitschaft erfordern, in die eins-gegen-eins Situationen zu gehen. Das die Gastgeber zudem über einen Rückraum verfügen, der für einfache Tore sorgen kann, macht die Sache nicht einfacher. „Wir kennen die Stärken von Minden“, erklärt MTV-Betreuer Thomas Zumbrock. Grundstock für einen Erfolg muss also die Abwehr sein. Man habe gegen Ahlen phasenweise sehr gut gestanden, so Zumbrock. „Wir müssen die leichten Fehler vermeiden“, beschreibt der Betreuer den Hauptpunkt auf der Agenda der MTV-Defensive. Das Biegal wieder dabei sein wird erhöht die Hoffnung bei den Seeprovinzlern. Der Ukrainer zeigte bereits in den wenigen Minuten seiner Einsatzzeit wie wertvoll er für den MTV werden kann. Hinter Mittelmann Maik Bokeloh steht ein großes Fragezeichen. Gegen Ahlen versuchte es Bokeloh, musste aber nach wenigen Minuten passen. Ein Spieler scheint hingegen langsam wieder an eine Rückkehr denken zu können. Niklas Hermann, bester MTV-Torschütze der vergangenen Saison, steigt langsam wieder in das Mannschaftstraining ein.

Oberliga

HSG Schaumburg Nord - TSV Burgdorf III. Sa., 18 Uhr. HSG-Coach Sebastian Reichardt hat eine hohe Meinung vom jetzigen Gegner. Die Mannschaft sei mit dem hervorragenden vierten Platz in der vergangenen Saison in der Liga angekommen, so Reichardt. Burgdorf stellt eine junge, gut ausgebildete Mannschaft, die hohes Tempo spielt und wenig Fehler macht. Quasi als Bestätigung der Einschätzung des HSG-Coaches schlug Burgdorf am vergangenen Wochenende den Topfavoriten MTV Vorsfelde 29:27. Die HSG unterlag Vorsfelde hingegen im ersten Saisonspiel 26:36, der Burgdorfer Erfolg sollte als Warnung genug sein.

„Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen“, meint Reichardt. Eine Niederlage und der Heimsieg gegen die SG Börde Handball am vergangenen Wochenende stehen für die HSG bislang zu Buche. In eigener Halle sollen nun die nächsten Punkte folgen. Gegen Burgdorf muss die Anfangsphase besser gelingen als noch gegen die SG Börde, wo die HSG einige Zeit brauchte, um in Schwung zu kommen. Für Reichardt auch eine Frage des Willens: „Dieses Spiel wird im Kopf entschieden“. Also die mannschaftliche Geschlossenheit der HSG wird gefordert sein, aber auch die individuelle Qualität der Spieler.

Landesliga Frauen

MTV Großenheidorn - TuS Empelde. Sa., 17.15 Uhr. Die Seeprovinzlerinnen starten um einiges verspätet in die Saison. Beim Gegner aus Empelde sieht das schon anders aus, die Gäste spielen bereits das dritte Saisonspiel. Ob das zum Vorteil gereicht, darf abgewartet werden. Empelde sollte besser eingespielt sein als ihre Gegnerinnen, allerdings hat sich das noch nicht in positiven Zahlen bemerkbar gemacht, im Gegenteil. Empelde kommt mit zwei Niederlagen im Rücken in die Seeprovinz.

„Endlich geht es los“, sagt MTV-Coach Bernd Rindfleisch. Aufgrund der beiden Empelder Pleiten erwartet der Coach einen hochmotivierten Gegner. Man müsse das schnelle Spiel von Empelde unterbinden und wenig Fehler machen, so Rindfleisch. Der Saisonstart in eigener Halle kann dabei hilfreich sein. „Wir hoffen die Heimstärke aus der vergangenen Saison zu halten“, meint Rindfleisch, der positiv gestimmt in das erste Spiel geht. Dabei muss der MTV auf die beruflich verhinderte Maxi Schirmer als auch auf Neuzugang Johanna Baumgarten verzichten. Die 25-jährige wechselte vom HV Barsinghausen in die Seeprovinz.


HSG Wacker Osterwald – HSG Schaumburg Nord. So., 17 Uhr. Die HSG Nord fährt mit besten Voraussetzungen zum Aufsteiger Osterwald. Im ersten Saisonspiel legten die HSG-Frauen gleich einen starken Auftritt hin und fegten die DJK Bw Hildesheim mit 45:25 vom heimischen Parkett. Dabei zog die Mannschaft durch und tat gleich etwas für das Torverhältnis. „Wir gehen mit der gleichen Einstellung in das Spiel“, kündigt Coach Nenad Pancic einen motivierten Auftritt an. Es komme nur darauf an, schnell den Rhythmus zu finden, so Pancic. Den Gegner kennt Pancic nicht, was dem unbedingten Willen zum Erfolg keinen Abbruch tut. Personell gibt es keine Probleme, der Kader steht komplett zur Verfügung.

Regionsoberliga Frauen

HSG Nienburg II – MTV Großenheidorn II. So., 16.30 Uhr. Die Nienburger Reserve geht mit einem 36:19-Erfolg über die SG Langenhagen in die Begegnung. „Das müssen wir so nehmen wie es ist“, meint MTV-Coach Gerd Müller lakonisch. Das erste Ziel der Seeprovinzlerinnen wird sein, besser abzuschneiden als Langenhagen. Im Nienburger Kader steht ein Großteil des Landesliga-Kaders der vergangenen Saison. Für den MTV bedeutet das Spiel in jedem Fall eine echte Herausforderung, aber immerhin hat die Mannschaft am vergangenen Wochenende beim 33:30 gegen den TV Hannover-Badenstedt III eine deutliche Steigerung gezeigt. Gegen Nienburg aber macht sich Müller nichts vor: „Das ist schon schicker Handball“. Vor allem die MTV-Abwehr hat da noch einiges Steigerungspotential. Wieviel Spielerinnen Müller aus dem 18er Kader zur Verfügung stehen, wird sich kurzfristig herausstellen.

Regionsoberliga Männer

HSG Deister Süntel – MTV Großenheidorn III. Sa., 18 Uhr. Nach dem Derbysieg über die HSG Schaumburg Nord II verbucht der MTV als Aufsteiger mit 5:1-Punkten einen gelungenen Saisonstart. „Wir sind zufrieden, wissen aber auch, dass wir zu einem Meisterschaftsfavoriten fahren“, sagt Coach Patrick Robock und erwartet ein schweres Spiel. Der Favorit hingegen hat mit 1:3-Punkten keinen guten Start gehabt, deshalb gehen die Seeprovinzler von einem hochmotivierten Gegner aus. „Sie werden ihre Fehler aufgearbeitet haben“, vermutet Robock. Der MTV sieht sich definitiv in der Rolle des Außenseiters, wird den Schwerpunkt in Springe auf eine gute Abwehr legen und: „Einfach versuchen, ein gutes Spiel hinzulegen“, so Robock.


HSG Schaumburg Nord II – TuS Empelde. So., 15 Uhr. Gegen Empelde will die HSG-Reserve nach der Derby-Niederlage gegen den MTV Großenheidorn ein Stück weit Wiedergutmachung betreiben. Dabei war die Pleite eher unglücklich und mit 26:28 auch ziemlich knapp. Man habe das Spiel analysiert, so Coach Sebastian Pook. Empelde kommt als Gegner, der sich das Ziel Aufstieg in die Landesliga auf die Fahnen geschrieben hat. „Das wird ein interessantes Spiel“, meint Pook. Allerdings steht der Halbrechte Christoph Kleine wieder zur Verfügung, auch der in der Abwehr vermisste Stefan Bergmann wird wieder dabei sein. Gerade die Fähigkeit von Bergmann Emotionen anzufachen fehlte in der Seeprovinz. Auf der linken Außenbahn fehlen Marco Schulz und Byron Asche, dafür werden die A-Junioren Noah Salzwedel und Jona Hinze einspringen. „Wir sind gespannt was da kommt“, sagt Pook.


TSV Neustadt – VfL Stadthagen. Sa., 19 Uhr. Die Gastgeber starteten mit 5:1-Punkten und werden in der Spitzengruppe ganz oben erwartet. Für den VfL kann es nur um einen besseren Auftritt als den gegen den VfV Hainholz am vergangenen Wochenende gehen. Das 24:32 markierte eine ganz schwachen Tag. „Wir sehen uns als Außenseiter und wollen uns in erster Linie teuer verkaufen“, sagt VfL-Teamsprecher Lukas Tadge. Das Fehlen von Steffen Bruns und Philipp Leinert macht die Sache nicht einfacher.

Weitere Spiele:

So., 15.15 Uhr: TSG Emmerthal II – HSG Exten-Rinteln.

Jugendhandball A-Junioren Vorrunde Oberliga

HSG Schaumburg Nord - TSV Anderten, Sonnabend 16 Uhr.
TSV Burgdorf II - GIW Meerhandball, Sonntag 15 Uhr.

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